Windows XP jetzt ausmustern!

Microsoft wird den technischen Support für Windows XP am 8. April 2014 einstellen und dann keine Sicherheitslücken mehr schließen. Softwarehersteller Kaseya fordert XP-Anwender, insbesondere Firmen, dazu auf, jetzt auf eine jüngere Windows-Version umzusteigen.

Seit dem 26. Oktober können Firmen und private Nutzer Windows 8 ordern. Speziell für Unternehmen stellt sich nun die Frage, ob sie ihre PCs und Notebooks auf das aktuelle Windows umstellen sollen und welche Auswirkungen das für Nutzer und Anwendungen hat.

Die Tage von Windows XP sind in jedem Fall gezählt. Denn Microsoft stellt den technischen Support für dieses Betriebssystem, das Ende 2001 auf den Markt kam, am 8. April 2014 ein. Das bedeutet, dass der Hersteller auch keine Patches mehr bereitstellt, die Sicherheitslücken schließen. Dennoch war nach Daten des Web-Analyse-Unternehmens Statcounter Ende September noch auf fast 21 Prozent der Rechner in Deutschland Windows XP installiert.

Höchste Zeit also für XP-Anwender, insbesondere Unternehmen, auf eine jüngere Windows-Version umzusteigen, so Kaseya-Präsident Mark Sutherland: „Windows 8 wird zweifellos massive Auswirkungen auf die IT-Strategie und den Betrieb der Systemumgebung von Unternehmen haben. Das ist bereits jetzt absehbar, bedingt durch die Abkehr vom klassischen Look & Feel früherer Windows-Versionen und die stärkere Ausrichtung auf Trends wie den Einsatz privater IT-Systeme im Unternehmen.“ Doch wesentlich wichtiger sei für Unternehmen und deren IT-Abteilungen, dass der Support für XP endet. 

Migrationsplanung beginnen

„Viele Unternehmen haben es versäumt, von XP auf Windows 7 umzusteigen“, so Sutherland. „Nun ist es höchste Zeit, dass sie ihre Client-Systeme auf ein neues Betriebssystem umstellen, gleich, ob dies Windows 7 ist oder Windows 8.“ Doch solche Migrationsprojekte seien langwierig und für Unternehmen jeder Größe eine Herausforderung.

Dies gelte umso mehr, als die Umstellung im laufenden Betrieb erfolgen müsse und die Geschäftstätigkeit so wenig wie möglich beeinträchtigt werden dürfe. „Der IT-Abteilung muss in jedem Fall genügend Zeit eingeräumt werden, um den Systemwechsel vorzubereiten und durchzuführen“, rät Mark Sutherland. „Damit die Migration reibungslos verläuft, sollte allerdings möglichst bald mit der Planung begonnen werden.“ 

Migrationsprozess automatisieren

Doch selbst bei entsprechender Vorbereitung sei der Abschied von Windows XP oft alles andere als einfach, warnt Sutherland: „XP ist mittlerweile mehr als zehn Jahre alt, und in dieser Zeit gab es in der IT erhebliche Veränderungen. Unternehmen, die auf ein anderes Betriebssystem umstellen möchten, werden deshalb höchstwahrscheinlich auf eine ganze Reihe von Problemen stoßen.

Daher ist es wichtig, den Migrationsprozess mithilfe von Tools wie Kaseya weitgehend zu automatisieren, um die IT-Abteilung zu entlasten.“ Das, so der Manager von Kaseya, habe zudem den Vorteil, dass sich die IT-Fachleute auf die strategischen Aspekte der Umstellung konzentrieren könnten. Zum Abschluss warnt Mark Sutherland Nutzer von Windows XP davor, sich allzu viel Zeit mit dem Wechsel zu lassen: „Gleich, welches neue Betriebssystem ein Unternehmen anstelle von XP implementieren möchte: Es sollte bereits jetzt mit der Migration beginnen, damit es nicht in einigen Monaten zu einer Torschlusspanik kommt.“ 

Quelle: www.it-business.de